Kopfschmerzen? - Unsere Physotherapeuten helfen Ihnen!

Weltweit gehören Kopfschmerzen neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und sind ein hoher Kostenverursacher für die Volkswirtschaft in Deutschland. Es werden mittlerweile über 350 verschiedene Arten von Kopfschmerzen beschrieben. Die weltweit führende Mitgliedervereinigung, IHS (International Headache Society), teilt diese anhand diagnostischer Kriterien in Untergruppen ein. Mit der im Jahre 2018 zuletzt international erschienen Kopfschmerzeinteilung der IHS steht die beste Klassifikation einer neurologischen Erkrankungsgruppe überhaupt zur Verfügung. Unser Physiotherapeuten-Team von Reha Aktiv in Kornwestheim und Hemmingen bei Ludwigsburg beantwortet Ihnen hier Fragen zu den häufigsten Kopfschmerzarten.

Eine genaue Einteilung und Diagnostik ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie. Zunächst unterteilt die IHS Kopfschmerzen in:

1.Primäre Kopfschmerzen: Hier gilt der Kopfschmerz als eigenständige Erkrankung. Die häufigsten primären Kopfschmerzen sind die Migräne und der Spannungskopfschmerz.

2.Sekundäre Kopfschmerzen: Hier gilt der Kopfschmerz als Begleitsymptom einer anderen Erkrankung. In der Physiotherapie sehen wir sekundäre Kopfschmerzen am häufigsten bei Halswirbelsäulenbeschwerden, nach Schleudertraumas und bei Kiefergelenkbeschwerden. 

3.Neuropathien und Gesichtsschmerz: Dies sind Kopfschmerzen, welche auf eine Irritation oder Schädigung des Nervensystems, eines Hirnnerven oder des zentralen Nervensystems zurückzuführen sind. Am bekanntesten ist hier vermutlich die Trigeminusneuralgie, ein einseitiger Gesichtsschmerz mit stromstoßartigen Schmerzattacken.

4.Anhang: Im Anhang werden Forschungskriterien zur Verfügung gestellt, um, mit einer hohen Qualität, weitere wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Kopfschmerz durchführen zu können.

Die Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung aufgrund einer vorübergehenden Funktionsstörung des Gehirns. Weltweit wurde die Migräne als die dritt häufigste Erkrankung und die siebtgrößte Ursache für Arbeitsunfähigkeit gelistet. Sie wird in zwei wesentliche Untergruppen eingeteilt:

Die Migräne ohne Aura ist ein klinisches Syndrom, charakterisiert durch einen Kopfschmerz mit spezifischen Eigenschaften und Begleitsymptomen. In der Regel handelt es sich um einen 4 bis 72 Stunden anhaltenden, einseitigen, pulsierenden Kopfschmerz, welcher durch körperliche Routineaktivitäten verstärkt wird. 

Die Migräne mit Aura ist primär durch vorübergehende neurologische Symptome charakterisiert, die dem Kopfschmerz gewöhnlich vorausgehen oder den Kopfschmerz begleiten. Dies können Sehstörungen, Hörveränderungen, Sprachstörungen und Taubheitsgefühle sein.

Die Diagnose einer Migräne stellt immer der Arzt. Eine ausführliche Befragung und allgemeine, neurologische Untersuchung des Patienten ist weit aufschlussreicher als die apparative Diagnostik. Letztere wird zum Ausschluss anderer Ursachen häufig in den Untersuchungsprozess integriert.

Die Entstehung bzw. Entwicklung einer Migräne ist bislang nicht endgültig geklärt. Es gibt verschiedene Hypothesen, auf Basis derer bereits vielversprechende Therapiemethoden angewendet werden. Grundsätzlich unterscheidet man in eine (Akut-)Behandlung und in eine Vorsorge. In beiden Fällen kommen medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie die Physiotherapie zum Einsatz. In der Therapieplanung werden Schmerztagebücher bzw. App`s angewendet, um individuell auf den Patienten angepasste Behandlungsstrategien festzulegen.

Bislang wurde die Wirksamkeit nicht-medikamentöser Verfahren wie z.B. Physiotherapie oder Manuelle Therapie in der Behandlung von akuten Migräneattacken nicht hinreichend untersucht. Es ist davon auszugehen, dass physiotherapeutische und manualtherapeutische Behandlungen während einer Migräneattacke unwirksam sind. Häufig leiden Migränepatienten jedoch parallel auch an sekundären Kopfschmerzen, die ihren Ursprung in der Halswirbelsäule oder den Kiefergelenken und deren Muskulatur finden. Es wird beschrieben, dass diese die Häufigkeit des Auftretens einer Migräne begünstigen. Weiterhin nimmt man an, dass die Physiotherapie oder Manuelle Therapie an der Halswirbelsäule oder dem Kauapparat in der Vorsorge einer Migräne positive Effekte erzeugt. Dies muss jedoch in zukünftigen Studien noch bewiesen werden.

Der Spannungskopfschmerz ist der am häufigsten diagnostizierte Kopfschmerz. Rund 29 Millionen der deutschen Bevölkerung sind betroffen. Die genauen Mechanismen beim Spannungskopfschmerz sind jedoch bislang noch unklar. Die Diagnose stellt ebenfalls der Arzt anhand einer ausführlichen Befragung des Patienten. Symptome wie z.B. beidseitiger Kopfschmerz mit drückendem, beengendem (nicht pulsierendem) Charakter, von leichter bis mittlerer Intensität, der sich bei körperlicher Aktivität nicht verstärkt, deuten auf einen Kopfschmerz vom Spannungstyp hin.

Wie bei der Migräne werden medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie z.B. die Physiotherapie und Manuelle Therapie eingesetzt. Bei der medikamentösen Behandlung empfehlen wir dringend einen Arzt zu konsultieren. Nicht-medikamentöse Anwendungen mit Pfefferminzöl, Biofeedback oder Entspannungsübungen sind wirksame Methoden und reduzieren die Gefahr von Nebenwirkungen durch zu häufigen Schmerzmittelgebrauch. Experten berichten, dass Physiotherapie den Medikamentenbedarf ebenfalls bis zu einem Drittel senken können.

Obwohl die internationale Mitgliedervereinigung für Kopfschmerz (IHS) anerkennt, dass Kopfschmerzen von der Halswirbelsäule ausgehen können, sind einige Kliniker noch immer skeptisch. Die diagnostischen Kriterien für diese Art von Kopfschmerzen sind detailliert niedergeschrieben. Einige Kritiker sind jedoch von der Genauigkeit der Testverfahren nicht überzeugt. Aufgrund großen Interesses vieler Wissenschaftler und Physiotherapeuten, Tests und Behandlungsmöglichkeiten zu etablieren, wurde in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Studien zu diesem Thema durchgeführt. Auf Basis dieser Studienergebnisse sind einige vielversprechende physiotherapeutische Therapieansätze veröffentlicht worden.

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